Mittwoch, 30. Juli 2008

Excel Import Google Analytics Daten per Makro


Ich hatte bereits darauf hingewiesen, dass sich die Excel Webabfragen dazu eignen, Google Analytics Daten in Excel zu importieren.
Um eine wirklich automatisierte Lösung anzubieten, müssen allerdings zwei weitere Punkte möglich sein:
  1. Generieren eines Google Analytics Cookies direkt in Excel, um Zugriff auf die Google Analytics Berichte zur Abfrage der Daten zu erhalten.
  2. Übergabe eines variablen Berichtzeitraums als Parameter, für den die jeweiligen Daten gewonnen werden sollen.
Dazu ist es nötig, die Webabfrage auf Ebene von Visual Basic anzupacken. Die nötigen Schritte sind allerdings recht einfach über den Visual Basic Editor zu realisieren.
Zunächst gilt es, die Zugangsdaten für Google Analytics mit Hilfe einer Userform zu gewinnen:

Hier werden die Zugangsdaten in den Variablen "Email" und "Passwd" hinterlegt.
Um einen gültigen Login Cookie zu erzeugen, ist es am einfachsten, den Internet Explorer als Cookie-Generator innerhalb von Excel zu "missbrauchen". Dies geschieht mit den folgenden Zeilen VB-Code:

Anschließend ist ein gültiger Login-Cookie für Google Analytics verfügbar und kann zum Abruf von beliebigen Reports innerhalb von Excel genutzt werden.
Die Abfrage von Daten aus Google Analytics geschieht dann mittels folgender Prozedur.

Hierbei ist es wichtig, seine Google Analytics ID zu kennen, die im Beispiel geschwärzt ist. Diese ist in der Adresszeile des Browsers abzulesen, nach dem man sich eingeloggt hat.
Der Datumsbereich für den Bericht ist entsprechend in der Zelle eines Worksheets hinterlegt und im Beispiel auf die jeweils letzten 14 Tage ausgelegt.

Damit habe ich den jeweiligen Bericht in Excel verfübar gemacht. Er lässt sich jederzeit aktualisieren.

Ein Vorteil ist nun, dass sich der Bericht beliebig mit Excel visualisieren und weiterverarbeiten lässt.

In einem weiteren Post werde ich eine fertige Beispieldatei zum Download anbieten.

Dienstag, 22. Juli 2008

HTML Dummies mit Axure RP erstellen


Zur Visualisierung von Projektentwürfen macht es genauso wenig Sinn, Ideen gleich in Form von produktivem HTML zu visualisieren wie auf eine Visualisierung zu verzichten.
Um zu Demonstrationszwecken schnell HTML Dummies zu erstellen, eignet sich das Programm Axure RP ausgezeichnet.

Die Dummies werden auf einer Oberfläche ähnlich MS Office erstellt. Die einzelnen Elemente wie Bilder oder Text lassen sich einfach in die Arbeitsfläche ziehen.
Durch eine Exportfunktion kann das Projekt dann direkt in HTML generiert werden. Der entsprechende Dummy lässt sich dann in allen gängigen Web Browsern darstellen.
Axurer RP unterstützt auch Gimmicks wie die sogenannten "Dynamic Panels". Hier lässt sich durch JavaScript in dem Dummy beispielsweise ein per AJAX aufklappendes Element simulieren.

Axurer RP ist mit einer Single User License aktuell in Höhe von $589 zugegeben sehr teuer. Es lässt sich allerdings auch eine 30-tägige Trial Version mit uneingeschränktem Funktionsumfang herunterladen. Bei jedem neuen Major Release wird der Trial Zeitraum zurückgesetzt.

Freitag, 18. Juli 2008

Datenschützer werden auf Google Analytics aufmerksam


Das ULD (Unabhängiges Landeszentrum für Datenschutz) ist auf Google Analytics aufmerksam geworden. Hierbei kamen die Datenschützer zu dem Schluss, dass Google Analytics gegen das Bundesdatenschutzgesetz verstößt.
Einige Webseitenbetreiber sowie Google wurden diesbezüglich angeschrieben und um Stellungnahme gebeten. Die Anschreiben wurden durch das ULD veröffentlicht.
Insbesondere das Schreiben an Google enthält einige interessante Punkte:
  • Ist Google bereit, die von Webseiten-Betreibern übermittelten Daten zu löschen, wenn sich herausstellt, dass die Datenübermittlung an Google unzulässig war, weil die Betreiber die vom TMG vorgesehenen Datenschutzregelungen nicht beachtet haben?
  • Sind die von Google Analytics gesetzten Cookies geeignet zu Datenabgleichen mit Daten-nutzungen anderer Google-Angebote durch denselben Internet-Rechner? Wenn nein, weshalb nicht?
  • Welche Daten werden vom Rechner des Nutzers beim Ausführen des Java Scripts an Google übermittelt und wie werden diese Daten bei Google weiterverarbeitet?
  • Wie wird bei Google gewährleistet, dass eine Zusammenführung von Nutzungsprofilen mit
    Daten über den Träger des Pseudonyms verhindert wird?
  • Für welche Zwecke werden die per Google Analytics übermittelten Daten genutzt?
  • Wann werden die per Google Analytics übermittelten Daten gelöscht?
In diesem Zusammenhang wird sich mit Sicherheit eine Grundsatzentscheidung anbahnen, bei der auch die Frage zu beachten ist, inwiefern die Heute gültigen Datenschutzbestimmungen überhaupt noch zeitgemäß und auf das Internet anzuwenden sind.

Dienstag, 15. Juli 2008

Automatisierte Excel Abfragen für Google Analytics


Google Analytics bietet im Vergleich zu kostenpflichtigen Tools nur rudimentäre Möglichkeiten zum Import von Daten in Microsoft Excel.
Es gibt zwar zu jedem Bericht die Möglichkeit die Daten als CSV zu exportieren. Allerdings kann ich hiermit lediglich statische Daten in Excel integrieren.

Ein selten genutztes Feature bei Microsoft Excel sind die Webabfragen. Innerhalb von Excel 2003 findet sich das entsprechende Tool unter Daten ► Externe Daten importieren ► Neue Webabfrage.
Es öffnet sich ein eingebetteter Browser, mit dem normal navigiert werden kann. Nach dem Login bei Google Analytics können dann einzelne Tabellen zum Import selektiert werden:

Excel geht hier einfach so vor, die zwischen den table-Tags liegenden Daten als Plain Text zu importieren. Vorteil ist hier, dass die Daten jederzeit aktualisiert werden können:

Ein Problem bei der Aktualisierung ist allerdings, dass Google Analytics einen Login erfordert. Sollte also kein gültiger Login-Cookie verfügbar sein, so wird das Aktualisieren der Daten nicht möglich sein.
Abhilfe ist hier allerdings möglich. Die Web Abfrage ist auch per VB ansteuerbar. In einem nächsten Beitrag werde ich eine Beispieldatei anhängen wie der Login direkt in Excel zu realisieren ist und die Abfrage von Berichten inklusive variablen Berichtszeiträumen mit VB aussehen kann.

Montag, 7. Juli 2008

Kosten für Mobile Online Services


Mobiles Internet ist praktisch. Das Internet an sich hat mit der Verbreitung von Breitbandanschlüssen jedoch einen trafficintensiven Charakter entwickelt.
Services wie beispielsweise das Mobile Portal von YouTube transferiert die Problematik des hohen Datentransfers in die Welt des mobilen Internets. Von einer Problematik muss in dem Fall gesprochen werden, da die Verbreitung von Faltrates und Inklusivvolumen bei Mobilfunktarifen noch nicht übergreifend gegeben ist.
Denkt man nun darüber nach, Mobile Services anzubieten, muss bereits in Erwägung gezogen werden, wie man seine Kunden vor einem bösen Erwachen bei Erhalt der nächsten Rechnung bewahren kann.
Das Handy Portal von YouTube erfordert so z.B. die Bestätigung eines Disclaimers, der vor eventuellen Kosten warnt:

MyVideo weist bei seiner mobilen Version etwas zurückhaltender über dem Footer auf die Thematik hin:


Bei der Betrachtung der entstehenden Kosten sind grundsätzlich zwei Fälle zu unterscheiden:
  1. Mobilfunkvertrag
    Hier kann normalerweise eine Datenoption hinzugebucht werden, bei der im Regelfall mindestens 200 MB inklusive sind. Bei Überschreiten dieser Inklusivgrenze fallen dann etwa 50-80 Cent pro MB an.
    Teurer wird es, wenn die Datenoption fehlt. Die Kosten variieren hier:
    T-Mobile: 1,90 € / MB
    Vodafone: 10,00 € / MB
    02: 22,50 € /MB
    Quelle: Tarifinformation des jeweiligen Providers
  2. Prepaidtarif
    Hier variieren die Kosten noch stärker. Eine detaillierte Tabelle dazu ist bei onlinkosten.de verfügbar. Demnach kostet 1 MB im günstigsten Fall 0,24 € (z.B. blau.de, Fonic, simyo) und im teuersten Fall 29,00 € (McSIM).
Beachtet man, dass ein Video im gängigen 3gp-Format etwa 1MB / Minute Traffic erzeugt, sollte der Kunde hier genaustens informiert sein, welcher Datentarif für ihn gültig ist. Denn wer will schon 29,00 € für ein einminütiges Video bezahlen?

Montag, 30. Juni 2008

Kennen Sie schon issuu.com?


E-Papers sind die moderne Variante, Print-Medien auch online zugänglich zu machen. Flash Magazine sind hierbei um einiges komfortabler als einfach eine PDF zum Download anzubieten.
Kostenpflichtige Lösungen gibt es hierbei zu Hauf, z.B. durch die Adobe Tocher Scene7. Allerdings unterscheiden sich die Lösungen nur marginal und alle Viewer sehen irgendwie ähnlich aus.
Sich hierbei dafür zu begeistern für eine größtenteils standardisierte Lösung Geld in die Hand zu nehmen ist schwierig.
Deshalb lohnt es sich eventuell einen Blick auf Issuu zu werfen. Issuu bietet die Möglichkeit, vorliegende PDF-Dokumente hochzuladen und sie direkt in Flash umwandeln zu lassen. Das Dokument kann dann über den Issuu-Viewer angezeigt werden. Hierbei muss allerdings auf Gimmicks wie die Einbettung von Links innerhalb des E-Papers verzichtet werden, um beispielsweise direkt den Warenkorb anzubinden.
Hinter Issuu steht außerdem eine Community, die grundlegende Features wie Rating oder Kommentare unterstützt. Das ganze erinnert etwas an YouTube, nur dass statt Videos verschiedenste Dokumente verfügbar gemacht werden. Die Community bei Issuu ist aktuell jedoch größtenteils englischsprachig, weshalb das Potenzial durch virales Marketing aktuell noch gering einzuschätzen ist. Gerade deutschsprachige Dokumente sind noch vergleichsweise rar gesäht. Natürlich finden sich aber auch hierzu zwei Beispiele, anhand von denen ich kurz die nette Funktion "Mini-Embed" demonstrieren möchte:

Das zweite Beispiel zeigt die AutoFlip-Funktionalität (Umblättern alle 10s):

Tipp: Ein Klick auf das jeweilige Mini-Embed führt zu dem Stand-Alone Viewer, auf den alternativ per Link verwiesen werden kann.
Die Beispiele der Gratiszeitung punkt.ch und der Kreuzfahrtreederei AIDA Cruises sind wenige Beispiele für eine Nutzung durch professionelle deutschsprachige Content Anbieter.
Issuu ist jedoch auch noch ein relativ junges Portal. Es existiert seit November 2007 und befindet sich offiziell noch in der Beta-Phase. Etwas undurchsichtig ist die Struktur von Issuu. Das Portal gehört Sunstone Capital, einem Geldgeber, der mir im online Bereich noch nicht untergekommen ist.

Referenzen für Google Analytics


Kostenpflichtige Tools werben auf ihrer Homepage gerne mit schlagkräftigen Referenzen. Bei Google Analytics fehlt eine solche Übersicht von offizieller Seite her.
Nun ist aber zu beachten, dass die verwendete Tracking-Lösung auf einer Homepage durch einen kurzen Blick in den Quelltext identifiziert werden kann. Es muss einfach nach dem entsprechenden JS-Code gesucht werden.
Eine detaillierte Untersuchung, welche trafficstarke Portale Google Analytics einsetzen, ist bisher lediglich für die Schweiz verfügbar.
Allerdings lassen sich Referenz-Webseiten recht einfach identifizieren. Es gibt das praktische Firefox-Plugin WASP (Web Analytics Solution Profiler), dass im Statusbalken das eingesetzte Tracking-Tool der gerade besuchten Webseite anzeigt. Gleichzeitig wird eine Log-Datei generiert.
So ist es schließlich ein Leichtes, ein Porfolio aus namhaften Webseiten zusammenzustellen, die Google Analytics einsetzen. Dieses ist zwar nicht repräsentativ, gibt jedoch durchaus einen guten Einstieg in das Thema Market Share:

Auf den ersten Blick fällt hier bereits auf, dass Google Analytics sich besonders auf Content lastigen Webseiten hoher Beliebtheit erfreut, wie die Verbreitung z.B. bei Onlineportalen von Zeitungen zeigt.