Der Markt von Analytics-Lösungen ist vielfältig. Zweifelsohne stellt Google mit seinem Tool Google Analytics ein bereits sehr mächtiges Werkzeug zur Verfügung. Der Clou dabei ist, dass die Nutzung im Regelfall kostenlos ist. Dies zeigt ein Blick in die Nutzungsbedinungen:
Demnach fallen lediglich Kosten an, falls die Webseite, bei der Google Analytics zum Einsatz kommt mehr als 5 Mio PI generiert oder über keine ausreichend große AdWords-Kampagne verfügt. Letztere Formulierung ist natürlich etwas schwammig.
Google Analytics lässt sich hierbei nicht mit anderen kostenlosen Tools, die eine reine Hitzählung darstellen, vergleichen. Insbesondere durch seine E-Commerce und Kampagnenfunktionen ist es durchaus gemeinsam mit kostenpflichtigen Tools wie eTracker, Omniture SiteCatalyst oder WebTrends Analytics zu nennen. In Bezug auf Google Analytics sind hierbei jedoch grundsätzlich einige Punkte zur Abgrenzung zu beachten:
- Google Analytics stellt keine Real-Time Statistiken bereit. Von ursprünglich bis zu 48h Verzögerung, beträgt die Wartezeit bis zur Verfügbarkeit der Informationen heute nur noch wenige Stunden.
- Die kleinste wählbare zeitliche Einheit ist ein Tag. Sollen z.B. Trafficstoßzeiten ermittelt werden, so können damit keine genauen Aussagen getroffen werden.
- Google Analytics arbeitet vermehrt mit KPIs. Das sorgt einerseits für ein sehr übersichtliches User Interface, andererseits ist die hierachische Zerlegbarkeit des Datenstroms deutlich eingeschränkt.
- Eine detaillierte Segmentierung von z.B. Umsätzen ist kaum möglich. Soll beispielsweise der generierte Umsatz einer Kampagne genauer aufgeschlüsselt werden, so ist eine Grenze von Google Analytics erreicht.
- Die verfügbaren Berichtsdaten lassen sich nur in engen Grenzen modifizieren. Das Erstellen von Userspezifischen Berichtsdaten, wie in kostenpflichtigen Tools möglich, ist hier nicht gegeben.
Der oftmals als am wichtigsten erachtete Punkt ist hierbei das Thema Datenschutz. Insbesondere bei Nutzung des E-Commerce Tools gehen sensible Daten an Google über. Standardmäßig aktivierte Einstellungen lassen sich deaktivieren:

Allerdings löst die Deaktivierung dieser Option die Kopfschmerzen nicht auf. Google ist bekannt für seine Datensammelwut. Wie die immer wieder aufkommenden Beteuerungen, Datenschutz wurde bei Google an erster Stelle stehen, interpretiert werden, ist jedem persönlich überlassen. Sicher ist jedoch, dass ein auftretendes Datenleck bei Google Analytics oder eine unsachgemäße Nutzung bei Bekanntwerden die Reputation von Google nachhaltig beschädigen würde.
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